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Programmheft Teil 2: Der Versand

Autor : Claude Schoch – Do, 17.05.2018

Die Programmhefte kommen aus der Druckerei in die Geschäftsstelle. Es ist immer ein schöner Moment, wenn wir «unser» Programmheft zum ersten Mal in den Händen halten können. Aber damit ist es natürlich nicht getan. Nun beginnt ein weiterer, sehr aufwendiger Prozess: das Versenden der Hefte. Und da hat unsere Geschäftsstelle immer ganz tolle Hilfe. Die Bilder zeigen, dass es sich hier nicht um ein paar wenige Heftchen handelt, sondern um einen grossen Stapel.

 

Eine zentrale Person in diesem Prozess – nicht nur beim Versand – ist Martin Planzer. Als Leiter Kommunikation ist er von A–Z verantwortlich für das Programmheft. Die Arbeit beginnt im Herbst und endet schliesslich mit diesem befriedigenden Moment der Lieferung in die Geschäftsstelle. 

Die beiden Helferinnen in diesem Jahr sind Fiona und Catalina Lehmann. Sie arbeiten sich durch Adresslisten, Couverts und natürlich Kisten mit Programmheften durch.

Wie bei vielem anderen auch, ist eine gute Vorbereitung Voraussetzung für gute Arbeit. In der Küche würde man dem ein gutes «mise en place» sagen. Hier wird alles, was es für den Versand braucht, sauber und strukturiert bereitgelegt.

 

Und irgendwann ist dann alles bereit für den letzten Schritt – den Weg zur Leserin, zum Leser.

 

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Programmheft Teil 1: Die Produktion

Autor : Claude Schoch – Do, 10.05.2018

Unser Programmheft umfasst in der Zwischenzeit 74 Seiten und hat zusätzlich eine aufklappbare Rückseite. Ein solches Produkt braucht professionelle Unterstützung. Diese haben wir in unserem Print-Partner «Dietschi Print & Design AG» gefunden. Seit vielen Jahren begleitet und unterstützt diese Firma unseren Printauftritt. In diesem Beitrag haben wir Ihnen den Produktionsprozess mit ein paar Bildern veranschaulicht.

Das Kommandopult ist sozusagen die «Künstliche Intelligenz» des Druckens. Mit anderen Worten, der Drucker kann hier mit einfachem Knopfdruck Einfluss auf den Druck des betreffenden Produktes nehmen.

Es entbindet ihn aber nicht davon, mit der Lupe auf einem gedruckten Bogen die Druckqualität gemäss Vorlage zu prüfen. High-Tech kommt ohne Menschenhand (noch) nicht aus.

Diese Personen sind unsere wichtigen Ansprechpersonen. Hier bei der Bogen-Auslage neben dem Kommandopult. Anja Kuhn, Auszubildende Druck-Technologin, Raphael Riedo, Druck-Technologe und Markus Walter, unsere Kontaktperson.

Die Produktion ist dank der modernsten Maschinen auf hochprofessionellem Niveau. Die Bilder unten zeigen – in sehr vereinfachter Beschreibung – den Schritt des Schneidens und Falzens.

 

Zum Schluss wird das Programmheft zusammengestellt und geheftet. Man stelle sich mal vor, diese 74 Seiten müssen von Menschenhand sortiert, gefalzt und mit dem Bostitch fertiggestellt werden. Und das 8000 mal!

In diesem Gebäude findet dieser hochtechnologische Prozess statt – bei der Dietschi Print & Design AG.

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Der 3. Castingabend vollständig in der Hand von Kabarettistinnen

Autor : Rainer von Arx – So, 06.05.2018

Heute wird eine Frau gewinnen. Diese Sicherheit war seit Beginn klar. Der dritte Abend bot vier Kabarettistinnen im Wettbewerb und sowie die überzeugende Moderatorin Lisa Catena.

Lisa Catena Lisa Christ

Nach der Einstiegsmoderation und der kurzen Vorstellungsrunde eröffnete die Lokalmatadorin Lisa Christ den Abend. Im Storytelling und performten Texten befasste sie sich mit ihrer Entwicklung als Jugendliche und Frau, sinnierte über das Älterwerden, behütet sein und übers erfüllen oder brechen von Idealen und Konventionen.

Sina Hirzberger war das zweite Mal beim Casting und führte durch Entwirrungen. Von der Sozialanthropologie ging es über die Arbeit im Service zum Büroyoga. Die junge Thunerin bewies dabei, dass sie nicht nur textlich sondern auch sportlich überzeugen kann.

Sina Hirzberger Rebekka Lindauer

Vom Büro gings bei Rebekka Lindauer in die Welt der Kinder. Wie kann man sich als Kollegin verhalten, wenn man von jungen Familien umzingelt ist, wie kann aus Kindern etwas anständiges werden und wie „metzget“ sich die selbsterklärte Viandin das Leben? Ihr Song über Banker lieferte dazu eine weitere satirische Note.

Als letzte Künstlerin vor der Pause kam Mirjam Pierig in der Rolle als «Miggeli». Als Revoluzzerin bricht Miggeli aus dem tristen Alltag des Altersheims aus und denkt über Gesundheitswahn und das Wettrüsten der Pharmabranche nach.

Mirjam Pierig Abend-Siegerin Lisa Christ

Nach einer langen Pause, entstanden durch intensive Jurydiskussion wie auch tollem Wetter, konnten Mirjam Pierig und Lisa Christ nochmals die Bühne in Beschlag nehmen. Miggeli performte weiter im Thema und rappte über Medikamente, Implantate und die Bedürfnisse von SeniorInnen. Christ knüpfte an den Lebensthemen der jungen Frau an. Sie performte Texte über die perfekten Ferien und das Bedürfnis, dass viele Menschen über Veränderungen im Leben fast missionarisch reden wollen. Ihr Abschlusstext über Muttersein und dass Geburt und der Körper der Frau schlicht «Magic» ist, überzeugte Jury und Publikum und so konnte sie, sehr verdient und stolz, den Abendsieg holen und wird am Finalabend vom 28. Mai wieder auf der Bühne stehen.

Weitere Fotos finden Sie in der Bildergalerie.

Fotos: Dieter Graf

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Der Start des Vorverkaufs – eine Medaille mit zwei Seiten

Autor : Claude Schoch – Fr, 04.05.2018

Der Vorverkauf hat einen auf die Minute genau fixierten Starttermin. In der Regel ist das ca. 2 Monate vor dem Festival, Beginn morgens um 8.00 Uhr. Aber schon etliche Tage vorher beginnt in der Geschäftsstelle die Vorbereitung auf diesen Moment. Und jedes Jahr gibt es bei Cornelia Kaeser und Heidi Walser zwei völlig unterschiedliche Gefühle im Vorfeld: Freude und Skepsis. Davon soll in diesem Beitrag die Rede sein.

Sobald an der Mitgliederversammlung das Programm öffentlich wird, beginnt der Run auf die Tickets. Auch wenn das noch lange vor dem offiziellen Termin ist. Die Leute bestellen telefonisch, schriftlich oder mit Mail. Meist sind das Personen, die am eigentlichen Vorverkaufstermin keine Gelegenheit haben, im Internet Tickets zu bestellen oder die lieber diese Form der Bestellung möchten. Allerdings bleiben auch diese Bestellungen bis zum Beginn des Vorverkaufs liegen, d. h., erst um 8.00 Uhr beginnen Cornelia und Heidi mit dem «Eintöggelen» dieser Bestellungen. Das ist viel fairer, wenn alle den gleichen Bestellungstermin haben, aber …

… es macht den Vorverkaufsstart auch gleich viel hektischer. Denn selbstverständlich läutet das Telefon an diesem Vormittag Sturm und auch auf dem Ticketsystem im Internet ist der Teufel los.

Dieser grosse Arbeitsanfall wäre noch einigermassen gut zu verdauen. Das echte Problem sind aber die sehr rasch ausverkauften Vorstellungen. Dieses Jahr waren nach 12 Minuten bereits zwei Vorstellungen ausverkauft – und das am grössten Spielort Stadttheater und trotz Beschränkung auf 2 Tickets pro Mitglied.

Und hier kommen nun die beiden im Eingangstext erwähnten Gefühle zum Tragen. Einerseits freuen wir uns, wenn unsere Vorstellungen gut beim Publikum ankommen. Andererseits finden wir es schade, wenn es nicht genug Tickets für alle Interessierten hat. Die Regel ist an sich einfach: Je bekannter ein Kabarettist, eine Kabarettistin ist, desto rascher ist diese Vorstellung ausverkauft. Und desto rascher gehen Mitglieder bei der Ticketbestellung leer aus.

Schliesslich gibt es an diesem Vormittag allerdings eine Dimension, die weniger schön ist. Es kommt zu einigen sehr unschönen Kontakten von Mitgliedern mit den beiden Damen in der Geschäftsstelle. Den Ärger über die sehr rasch ausgebuchten Vorstellungen bekommen Cornelia Kaeser und Heidi Walser zum Teil ungefiltert mit – wie wenn die beiden etwas zu dieser Tatsache beigetragen hätten oder etwas an der Situation ändern könnten. Natürlich überwiegt am Schluss die Freude über die grosse Nachfrage. Aber ob der Weg «durch das Tal der Tränen» wirklich nötig ist, wagen wir zu beweifeln.

 

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Neue Unterstützung bei der Gästearbeit

Autor : Claude Schoch – Di, 17.04.2018

Die Oltner Kabarett-Tage haben den Anspruch, das wichtigste Satirefestival in der Schweiz zu sein und damit Olten zur Kabarett-Hauptstadt der Schweiz zu machen. Dazu gehört auch eine gute Gäste-Arbeit. Mit dem Wechsel im Leitungsteam hat man sich entschlossen, diese aufwendige Arbeit zu einem «Kästli» aufzuwerten. Und mit Heddy von Arx hat sich erfreulicherweise eine sehr gut geeignete Person für diesen «Job» gefunden.

Die Gäste-Arbeit hat drei ganz unterschiedliche Phasen: Phase 1 ist die mühsamste – die Adressverwaltung, -bereinigung, -aktualisierung. Phase 2 ist die einfachste – die Korrespondenz mit den Eigeladenen, die Briefe, die Mails, die Anmeldungen, die Bestätigungen. Phase 3 ist die schönste – der persönliche Umgang mit den Gästen, die Begrüssung, der Empfang, die Betreuung.  

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Arbeit die Adressverwaltung der Gästeliste gibt. Bei den Politikern sind vor allem bei der Legislative (Kantons- und Gemeinderat) viele Anpassungen jedes Jahr nötig. Zum Glück sind diese Informationen einigermassen gut auffindbar. Sowohl in der Bundesverwaltung wie auch beim Kanton und der Stadt Olten findet man als Aussenstehender die Namen und Adressen leicht. Auch bei den Spönsoren, Medien und den Ehrenmitgliedern ist die Adressverwaltung eine reine Fleissarbeit.
Anspruchsvoller wird es bei den VIPs im Kulturbereich. Hier müssen wir versuchen, die «richtigen» Leute einzuladen. Diese Liste zirkuliert am intensivsten innerhalb der Organisation. Ebenfalls heikel wird es bei den weiteren Unterstützern unseres Festivals. Hier geht es darum, niemanden zu vergessen. Auch auf diese Liste haben mehrere Personen Einfluss.
Das Bild zeigt Heddy von Arx zusammen mit dem Gesamtleiter, Alex Summermatter, in der Endbereinigung der Adressliste.

Wir laden mehrere hundert Gäste jedes Jahr zu unserem Festival ein, selbstverständlich immer in Begleitung. Und natürlich können wir diese grosse Menge Leute nicht alle am gleichen Abend betreuen. Dazu haben wir zu wenig Platz – auch im Stadttheater. So ist der nächste wichtige Entscheid also die Frage: Wen laden wir an welchen Abend ein? Es stehen grundsätzlich zwei Abende zur Auswahl: die Preisverleihung am ersten Abend und der Special-Guest-Abend (mit dem Preisträger) am zweiten Abend. Den Kantons- und Gemeinderäten machen wir drei bis vier Vorschläge, aus denen sie auswählen können.
Die Leiterin der Geschäfsstelle, Cornelia Kaeser, ist bei dieser Arbeit eine wichtige Hilfe.


Sobald die Briefe geschrieben und ausgedruckt sind, werden sie unterschrieben – persönlich, das ist Ehrensache. Da kommt Alex Summermatter nicht darum herum. Und nach ein paar hundert Unterschriften hat man dann auch irgendwann mal genug. Wir glauben, dass dieser Zusatzaufwand die Einladungen persönlicher macht und somit wirkungsvoller. Auf jeden Fall wirkt das sicher besser als Unterschriften, die aus dem Laser-Drucker kommen.

Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Haltung den Gästen gegenüber. Dazu gehört auch die Frankatur: Jeder Brief hat ein «Oltner-Kabarett-Tage-Wertzeichen».

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Der letzte Schritt ist das Verpacken der Einladungen. Hier legen wir das bei, das wir schon haben und das wir schon veröffentlichen können. Zum Zeitpunkt der Einladung ist das Programm und insbesondere auch der/die Preisträger noch nicht bekannt. Wir können den Gästen also z. B. noch kein Programmheft senden. Das machen wir in einem zweiten Schritt. Da erhalten alle Personen, die auf die Einladung reagieren (ob An- oder Abmeldung), einen zweiten, persönlichen Brief. Und da dies jeweils nach der Mitgliederversammlung ist, können wir zur umfassenden Information unser Programmheft beilegen.
Wir glauben, dass sich dieser Aufwand lohnt. So erfahren viele Leute in der Schweiz, in Deutschland und Österreich von unserem Festival. Und damit sind wir dort, wo wir am Anfang dieses Beitrages gestartet sind.


 

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«Generation Y» gewinnt zweite Vorrunde

Autor : Franziska Monnerat – Sa, 14.04.2018

Am Casting-Abend Ende März nahm Piet Heusser Abschied von seiner Jugend. Ihm winkt nun als zweiter Finalist ein Förderpreis in der Höhe von 10'000 Franken.

Das Leben als 22-Jähriger habe seine Tücken, stellte Piet Heusser fest. In seinem Programm «Vom Ende des Zaubers» machte er sich Gedanken über seine Generation und über seine Jugend. Wird man erwachsen, verändert sich alles. Globi wohnt nicht mehr im Iglu, sondern in der Agglo. Über Briefpost freut man sich nicht mehr, sondern fürchtet sie. Dramaturgisch gekonnt und sprachlich eloquent sinnierte der Winterthurer darüber, wie es wäre, wenn man nochmals von vorne anfangen könnte. Am Ursprung sozusagen, bei der Entstehung des menschlichen Lebens, begann der Text, den Heusser nach der Pause auf Hochdeutsch vortrug. Einem Tagesablauf folgend, von der Geburt in der Morgendämmerung bis zum Tod bei Einbruch der Nacht, schritt er durch die Lebensjahre. Dabei überraschte er immer wieder mit unterwarteten Wendungen und pechschwarzem Humor. Mit seinem satirischen Aufritt sicherte sich Heusser den Einzug ins Finale des 7. Oltner Kabarett-Castings Ende Mai.

Vor ein paar Jahren von Berlin in die Schweiz – oder wie sie scherzhaft präzisierte «fast, nach St. Gallen» zu ihrem Appenzeller Ehemann – zog Lillemor Kausch. Auf der Bühne des Schwager Theaters erzählte Kausch Geschichten aus ihrem Leben, pointiert präsentiert in bester Spoken Word-Manier. Temporeich schilderte die 30-jährige gebürtige Berlinerin etwa, was sie an einem Heiligabend in der Notaufnahme eines Krankenhauses erlebte. Dort empfing sie als Medizinstudentin Patienten mit Platzwunden (wegen «Glühwein und Glatteis»), zu viel Promille («3,1 Promille-Schnalle» stellt neuen Rekord auf) und anderen Problemen (Tochter hat «Besuch von Tante Rosa aus Unterleipzig» und muss aufgeklärt werden). Mit starken Stories, skurriler Situationskomik und überzeugender Performance gelang es Kausch, sich für den Abendfinal zu qualifizieren.

Neben Wort auch auf Musik setzte die zweite weibliche Teilnehmerin des Abends, Klara Winter. Die 54-jährige Baslerin betonte zu Beginn, dass sie als «Neu-, Nachwuchs-, sozusagen Jung-Kabarettistin» auftrete, nicht als Lehrerin. Als solche könne sie sich keine Blösse geben. Besserwisserisch zu sein, sei schliesslich eine Berufskrankheit. Als Kabarettistin jedoch suche sie nach Antworten – beispielsweise auf die Frage, was Kabarett überhaupt sei. Winter setzte sich ans Klavier und stimmte ein Lied an, in dem sie sich einer Definition der Kultursparte aus eigener Perspektive annäherte. Neben Selbstironie bewies Winter musikalisches Talent und Sinn für gesellschaftliche Themen, die es kritisch zu hinterfragen gilt. Als Abschluss ihrer Darbietung ehrte sie Google in einem Gebet als «allumfassende Quelle der Wahrheit» mit gefalteten Händen und demütig nach oben gerichtetem Blick.

Das Augenmerk auf kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten legte Jochen Schaible, der vierte Kandidat des Abends. Aufgewachsen in der Nähe von Nürnberg, lebt er seit rund zehn Jahren in der Schweiz. In seinem Programm «Schweizer Franken» verglich der 42-Jährige seine alte und neue Heimat. Beide Orte seien als «Hot Spots der Ausgelassenheit» bekannt und die Männer würden als «Meister beim Flirten» gelten, so Schaible augenzwinkernd. Mit bildhaften Beispielen veranschaulichte er die «nach innen gerichtete Lebensfreude» von Franken und Schweizern. Die Lacher hatte Schaible besonders dann auf seiner Seite, wenn er absurde Alltagssituationen schilderte, in denen ihm als Deutscher der Dialekt zum Verhängnis wurde. Er berichtete beispielsweise davon, wie er in einer Bäckerei vermeintlich akzentfrei «Bröteli» bestellte und so die Verkäuferinnen zum «giigele» brachte oder wie er die im Migros-Clubschule-Kurs «Schweizerdeutsch konkret» erlangten Kenntnisse beim nächsten Grenzübertritt hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit überprüfte.

Weitere Bilder finden Sie in der Bildergalerie.

Fotos: Dieter Graf 

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Vom Casting-Sieger zum Salzburger-Stier-Preisträger

Autor : Claude Schoch – Mi, 11.04.2018

2012 haben wir zum 25-Jahre-Jubiläum der Oltner Kabarett-Tage erstmals unser Nachwuchsformat im Schwager Theater durchgeführt: das 1. Oltner Kabarett-Casting. Dass schon der Sieger des 3. Castings von 2014 wenige Jahre später den renommiertesten Radio-Kabarett-Preis gewinnt, freut uns riesig. Der Weg von Christoph Simon zum gefeierten Kabarettisten hat auch mit den Oltner Kabarett-Tagen zu tun.

Es begann mit dem Sieg des 3. Oltner Kabarett-Castings im Jahr 2014. Ein eher schüchterner, zurückhaltender Künstler – so präsentierte sich Christoph Simon damals auf der Bühne. Auszug aus dem OT: «Auf der Bühne charakterisiert er sich selbst als Studienabbrecher, Schriftsteller und Versager ...».
Von Versagen war aber an diesem Abend keine Rede.

Der nächste Schritt war der Sieg an der Sprungfeder im 2015. Dies war für uns eher überraschend, weil die «Konkurrenz» an diesem Abend über wesentlich mehr Bühnenerfahrung verfügte. Auch hier aus Auszug aus dem OT: «Ernst, fast melancholisch steht er vor dem Publikum und stellt einige wichtige Fragen: Was hei Mensche, wo ned im Bus und uf de Sross telefoniere, z verberge?»

 

Und nun, drei Jahre später, bekommt Christoph Simon den begehrtesten Radio-Preis im deutschsprachigen Raum, den Salzburger Stier.
Das Bild zeigt die Schlagzeile aus dem OT vom 20. Februar 2018.

 

Mit dem Stuhl hat die Kabarett-Karriere begonnen, mit dem Stier ist sie zu einem ersten Höhepunkt gekommen. Wir sind überzeugt, das wird noch nicht die letzte Schlagzeile sein, die uns Christoph Simon beschert. Verfolgen Sie seinen Weg auf seiner Homepage oder auf der Homepage seiner Agentur.


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Unsere Finanzkontrolle

Autor : Claude Schoch – Sa, 07.04.2018

Das Budget der Oltner Kabarett-Tage beträgt zwischen CHF 550'000 und 700'000, je nach Aktivitäten und Jahr. Dieser hohe Betrag verlangt eine sehr sorgfältige Revisionsarbeit. Es genügt schon lange nicht mehr, dass zwei Laien zwischen Kaffee und Kuchen ein paar Belege anschauen und dann dem Vorstand Entlastung beantragen.

Der Verantwortliche für die Finanzen bei den Oltner Kabarett-Tagen ist Kurt Stebler. Er bereitet die Revision sorgfältig vor. Dabei geht es einerseits darum, alle Belege und Unterlagen zusammenzutragen. Und andererseits vor allem auch darum, den Abschluss korrekt vorzubereiten. Das ist bei den vielfältigen Aktivitäten und Projekten der Oltner Kabarett-Tage nicht ganz einfach. Und weil auch öffentliche Gelder im Spiel sind – von der Stadt und vom Kuratorium des Kantons – ist die einwandfreie Rechnungslegung unabdingbar.

Unsere Revisoren sind Fachleute. Monika Bärtschi und Stefan Raimann haben auch beruflich mit Zahlen zu tun. Sie kennen sich aus und nehmen die Kontrollaufgabe sehr ernst. Wichtig ist vor allem auch, aus den Rückmeldungen dieser beiden Spezialisten etwas zu lernen. Es geht in der Zwischenzeit um so viel Geld, dass wir uns nicht auf unseren Finanzlorbeeren ausruhen können. Dank der Tipps der beiden haben wir unsere Rechnungslegung in den letzten Jahren regelmässig verbessern können.

Grundlage jeder Revisionsarbeit sind natürlich die Unterlagen und Belege. Und das sind bei den Oltner Kabarett-Tagen in der Zwischenzeit schon eine ganze Menge.


 

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Wir sind sehr froh über unsere Sponsoren

Autor : Claude Schoch – Sa, 31.03.2018

Immer im Januar organisieren wir einen «Start-Anlass». Die letzten Jahre ist das mit grossem Erfolg der Bundesordner, der satirische Jahresrückblick. Wir nutzen diesen Kabarett-Anlass auch, um unseren Sponsoren Danke zu sagen und sie über das Wichtigste zum nächsten Festival zu informieren. Erfreulich ist, dass sehr viele unserer Sponsoren die Einladung annehmen. Auf dem «Balkon» der Schützi findet die Information und der Apéro statt und von dort aus schauen sich unsere Gäste im Anschluss auch die ganze Vorstellung an.

 

Der Informationsteil umfasst zwei Hauptteile. Zuerst informiert Alex Summermatter, der Gesamtleiter, über alle wichtigen organisatorischen Anpassungen (Bild unten links) und danach erhalten die Sponsoren als «Primeur» die ersten, exklusiven Informationen zum Festivalprogramm vom künstlerischen Leiter, Rainer von Arx (Bild unten rechts). Die Anwesenden werden zwar offen über einzelne Programmpunkte informiert, der Preisträger bleibt allerdings auch für dieses Publikum noch geheim. (Kernleitungsteam)

Die Liste unserer Sponsoren ist erfreulich lang. Wir können uns glücklich schätzen, so gut in der Region verankert zu sein.



Nach dem «offiziellen» Teil und dem Apéro machen sich die Gäste bereit, den Bundesordner zu geniessen. Die Rückmeldungen nach dem Anlass zeigen uns, dass der ganze Abend den Sponsoren gefällt, sowohl der Info-Teil wie auch der anschliessende Kabarett-Abend.

 

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Mitgliederversammlung 2018 mit Rekordteilnehmerzahl

Autor : Claude Schoch – Sa, 24.03.2018

Es ist beeindruckend, wie viele Mitglieder jedes Jahr an die Mitgliederversammlung kommen. Dieses Jahr haben sich 470 Personen für die Versammlung und zusätzlich noch 40 für die anschliessende Vorstellung angemeldet. Von solchen Zahlen können andere Vereine oder Kommunen bei ihren Gemeindeversammlungen nur träumen. Wir sind stolz auf unsere treuen Mitglieder.

Das Programm hat sich in den letzten Jahren bewährt. Der Anlass beginnt mit dem formellen Teil der Versammlung. Das Leitungsteam versucht jeweils, diese eher trockenen Punkte zügig und ohne unnötige Umwege über die Runden zu bringen. Zum ersten Mal hat das Leitungsteam in neuer Zusammensetzung diese Aufgabe mit Bravour bestanden. Einzelne Anwesende haben sich über die reine Männerrunde in den dunklen Kleidern etwas mokiert – natürlich mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Nach den offiiziellen Traktanden hat – und auch das ist schon Tradition – das Programmtem das kommende Festival vorgestellt. In diesem Teil wollen wir die Anwesenden gluschtig machen. Das Programmteam ist dieses Jahr ebenfalls in neuer Zusammensetzung im Rampenlicht gestanden. Die sehr positiven Reaktionen auf das Festivalprogramm zeigen, dass das Team seine Arbeit gut gemacht hat.

Die Mitgliederversammlung ist auch der Moment, um Danke zu sagen. Neben den Sponsoren, den Mitgliedern, den Helferinnen und Helfern stehen bei dieser Versammlung zwei Personen ganz besonders im Scheinwerferlicht: Alex Summermatter, der Gesamtleiter, und Cornelia Kaeser, die Leiterin der Geschäftsstelle. Diese beiden Personen sind hauptverantwortlich für einen reibungslosen Ablauf der Mitgliederversammlung.

Die Mitgliederversammlung 2018 hat aus besonderem Anlass auch mehrere Ehrungen durchführen können. Diese Wertschätzungen sind besonders emotionale Momente. Die Ehrungen in diesem Jahr: Thomas C. Breuer ist für seine Treue und seinen Bezug zu den Oltner Kabarett-Tagen zum Ehrenmitglied ernannt worden. Der Ehrenpräsident Peter Niklaus ist nach 10 Jahren perfekter Organisation der alle 2 Jahre stattfinden Mitgliederreisen verabschiedet worden.

Christa Hirschi und Claude Schoch, am letzten Festival noch künstlerische Leiterin resp. Gesamtleiter, sind für ihr langjähriges Engagement in diesem beiden zentralen Rollen mit einem tollen Geschenk belohnt worden. Sie bleiben aktiv dem Verein erhalten, beide im Programmteam. Christa Hirschi zusätzlich als Verantwortliche für die Künstlerbetreuung, Claude Schoch als Teil des Social-Media-Teams.
 

Nach dem formellen Teil und der Präsentation des Festivalprogramms haben die Anwesenden im Konzertsaal einen Apéro riche geniessen können, wie immer bestens organisiert vom Cateringteam der Wälchli-Feste. Das ist bei dieser Anzahl von Personen nicht ganz einfach. Wir sind wir sehr froh, dass viele Helferinnen und Helfer uns dabei unterstützen. Stellvertretend das Bild von zwei jungen Leuten bei der Einlasskontrolle.

Zum Schluss dann der Höhepunkt des Abends: die Vorstellung von Thomas C. Breuer mit «Letzter Aufruf! – Abschiedstour Vol. 1». Es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir diesen tollen Kabarettisten nicht mehr so oft auf der Bühne werden geniessen können.

 

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Kulturbörse Freiburg, Teil 3: Und was macht das Programmteam an dieser Messe?

Autor : Claude Schoch – Mo, 19.03.2018

Die Kulturbörse Freiburg ist die grösste Kulturmesse im deutschsprachigen Raum. Sie findet jedes Jahr im Januar während 4 Tagen in Freiburg im Breisgau statt. Für unser Programmteam gehört diese Messe zum ergiebigsten Anlass, um das Festivalprogramm zu füllen. In drei Beiträgen wollen wir einen Einblick in diese Veranstaltung geben. Teil 1 beschäftigt sich mit den vielen undgrossen Räumlichkeiten, Teil 2 mit den vielfältigen Aktivitäten und Teil 3 mit den eigentlichen Aufgaben des Programmteams an diesem Anlass.

Das Titelbild zeigt das ganze Team bei der Besprechung vor Ort. Das Bild hat Herbert Schibler vom Stadttheater Olten gemacht. Vielen Dank, Herbert.

Das Team teilt sich meistens auf die drei Veranstaltungssäle (siehe Teil 1) auf und kommt dann in den Pausen jeweils zu einem Gedankenaustausch zusammen. Hier geht es in erster Linie zu klären, ob nach einem Auftritt bereits erste Verhandlungen mit der Agentur gemacht werden sollen. So bequem wie hier in Freiburg kommen wir selten zu nützlichen Kontakten.

In der Messehalle können wir ganz viele wichtige Künstler/-innen und Agenturen treffen. Hier stellvertretend zwei Bilder mit:
Links: Annette Postel und Matthias Deutschmann – zwei Kulturschaffende.
Rechts: Dörte Solveig von den Leipziger Akademixern und Beatrice Siegel von der Agentur Brief&Siegel

 

Die Agenturen sind sehr kreativ in ihrem Ziel, die Veranstalter an ihren Stand zu locken. Und natürlich nehmen wir diese Häppchen gerne an. Zwei Bilder vom Stand des Humorbüros (mit Stefan von der Schwarzen Grütze – einem gern gesehenen Gast an den Oltner Kabarett-Tagen).


Und immer wieder tauschen wir unsere Eindrücke aus. Oder «verschnaufen» kurz vor dem nächsten Spektakel. Die drei Tage an der Kulturbörse in Freiburg sind attraktiv, aber alles andere als erholsam. Dazu dauern die Tage zu lange und die Eindrücke sind zu intensiv. Auch ein Aufenthalt in einer der «kulinarischen Oasen» ist oft nur der Verpflegung geschuldet und kann nicht wirklich als Erholung gelten.


Trotzdem werden wir auch nächstes Jahr wieder nach Freiburg kommen. Der Anlass ist zu wichtig und zu ergiebig für uns, als dass wir ihn auslassen könnten.

 

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Schertenlaib & Jegerlehner

Autor : Oltner Kabarett-Tage – Di, 13.03.2018

 

Schertenlaib & Jegerlehner gewinnen den Schweizer Kabarett-Preis Cornichon 2018.

Die beiden Thuner Musik-Kabarettisten erzählen schräge Kurzgeschichten, haben ihren subversiven Blick fest auf den Heimat-Groove unserer Zeit gerichtet und lassen Grenzen im Porträt des Kleinbürgerlichen zum Vexierbild verschwimmen. Darüber hinaus sind Michel Gsell (Schertenlaib) und Gerhard Tschan (Jegerlehner) fabelhafte Musiker und Klangkünstler, gepaart mit Charme, Schalk und einer unbändigen Spielfreude. Im Dialog unter sich und dem Publikum vermengen Schertenlaib und Jegerlehner poetische Erzählungen mit Melancholie und ganz alltäglichem, leichtfüssigem Irrsinn.

An den Kabarett-Tagen spielen sie eine erweiterte Version ihres aktuellen Programms Zunder.