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Geheim - oder doch nicht?

Autor : Claude Schoch - Fr, 09.03.2018

Es ist seit vielen Jahren Tradition, dass unsere Mitglieder die Ersten sind, die unser Festivalprogramm präsentiert bekommen. Dies ist jeweils an der Generalversammlung Ende Februar/Anfang März der Fall. Das Programm ist natürlich schon lange vorher bekannt, die Verträge abgeschlossen, ja selbst das Programmheft ist bereits vorher gedruckt.

Mit einer Sperrfrist versuchen wir, einen «Deckel» auf das Programm zu legen. Die Sperrfrist ist vor allem für die Medien, für Zeitungen, Radio und Fernsehen gedacht. Hier braucht es gleich lange Spiesse im Interesse aller, auch von uns. Das Titelbild in diesem Beitrag ist natürlich vom Festivalprogramm 2017.

Und selbstverständlich bitten wir auch die Agenturen und deren Künstlerinnen und Künstler um Vertraulichkeit. Ein kleiner Test hat ergeben, dass findige Googler sehr wohl ein paar Häppchen Information finden, was am kommenden Festival programmiert ist. Das ist an sich nicht wirklich schlimm. Nur beim Preisträger wollen wir strikt sein. Daraus machen wir jedes Jahr ein Geheimnis. Und bisher hat das auch ganz gut funktioniert.

Der erste «Sünder» ist ein schweizweit bekannter Kabarettist. Er hat sogar schon auf Facebook eine Veranstaltungssseite eröffnet. Hier haben wir nicht reagiert. Es ist ok, wenn ein Künstler so auf seine eigene Veranstaltung aufmerksam macht. Wir sind schliesslich auch interessiert, dass die Fans wissen, wann er in Olten auftritt. Dies umso mehr, als er an verschiedenen Orten in der Schweiz mit diesem Programm auftritt.

 

Bei den folgenden Künstlern ist die Ausgangslage etwas anders. Es sind Kabarettisten aus Deutschland, die nicht sehr oft in der Schweiz spielen. Die Informationen auf deren Homepage ist für sie gute Werbung. Veranstalter sehen, dass sie in Olten auftreten und versuchen vielleicht, Anschlussauftritte zu organisieren oder zumindest ihre Fans in der Schweiz oder in Süddeutschland auf ihren Auftritt bei uns aufmerksam zu machen. Hier reagieren wir unterschiedlich, in einem Fall haben wir reagiert, im anderen nicht.

Problematisch werden solche Vorveröffentlichungen erst, wenn sich viele Fans schon lange vor der offiziellen Bekanntgabe um Tickets bei unserer Geschäftsstelle bemühen. Es hat vor einigen Jahren einmal einen Künstler gegeben, da hatten wir schon fast 300 Tickets vorreserviert, bevor wir selber das Programm veröffentlicht haben. Das tönt zwar gut – verkauft ist verkauft –, aber es wird dann schwierig, wenn auch bei unseren Mitgliedern ein Run auf diese Tickets einsetzt. 


 

Beim letzten Beispiel haben wir nichts abgedeckt. Warum? Einfach so. Es macht nichts, wenn Sie wissen, wer dieses Jahr am Brunch auftritt. Dann wissen Sie schon rechtzeitig ein Geschenk für Ihre Familie. :-)

 

 

 

 

 

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Kommentare

Kommentare (2)

Pascal Klarer - 09.03.2018 18:44

Mir ist nicht verständlich, warum Mitglieder zuerst zu den Tickets kommen. Den sollte nicht gleiche Chance für alle Leute bestehen? Oder geht es da um Politische Interessen? Das die bevorzugt werden? Andere Veranstaltungen in der Schweiz kennen dieses System eigentlich nicht.

Edy Müller - 10.03.2018 09:40

Nein, das sind keine politische Interessen.
Es ist auch nicht aussergewöhnlich, dass Mitglieder oder Gönner eines Vereins Vorteile haben.
Das ist auch bei anderen Festivals so (Soorser Comedy Täg), bei Theatern (Stadttheater Olten) oder Tickethändlern (Ticketcorner).
Und da jeder Mitglied werden kann, wird auch niemand benachteiligt. Mitglieder profitieren auch von einem Rabatt auf die Tickets. Wer viele Tickets kauft, für den ist die Mitgliedschaft kostenneutral. Und an der Mitgliederversammlung gibt es obendrauf noch eine gratis Vorstellung.
Sie können also noch Mitglied werden und auch vom früheren Vorverkaufsstart profitieren.