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Oltner Neujahrsblätter – 2018 mit einem Beitrag von den Oltner Kabarett-Tagen

Autor : Claude Schoch – Sa, 27.01.2018

Seit 1943 gibt es die Oltner Neujahrsblätter, also seit 75 Jahren. Es ist eine geschriebene und bebilderte Stadtgeschichte mit dem ganz besonderen Prädikat «volksnah». Es ist nämlich die Bevölkerung, die aktiv an der Entwicklung der Broschüre mitschreibt. Seit 1980 entsteht das Heft unter der Leitung von Peter André Bloch. Er schreibt in seinen Dankesworten: «Es sind jeweils etwa 60 Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich ein Thema auswählen, um es in eigener Verantwortung möglichst umfassend darzustellen.» Und weiter: «Auf diese Weise schreiben wir als Einwohner unserer Stadt deren Geschichte selbst …» Und natürlich steht ein ganzes Team hinter dem Projekt, Historiker, Grafiker, Literaten, Organisatoren etc. Noch einmal ein Zitat: «Wir sind ein Team, das seit Jahren in Freundschaft zusammenarbeitet, sich immer wieder erneuert, sich über interessante Beiträge freut.»

Die Oltner Kabarett-Tage haben aus Anlass ihres 30-jährigen Jubiläums auch einen Artikel zu den Oltner Neujahrsblättern 2018 beisteuern können. Dieser Beitrag soll die Entwicklung des Verseins und des Festivals zeigen. Wir sind sicher, dass es auch für langjährige Mitglieder Informationen hat, die bis anhin so nicht bekannt gewesen sind.

 

Unser Artikel ist eine Teamarbeit: Peter Niklaus als Gründer und Ehrenpräsident über die Geschichte, Claude Schoch als Gesamtleiter der letzten 10 Jahre über eben diese Jahre, Alex Summermatter als neuer Gesamtleiter und Rainer von Arx als neuer künstlerischer Leiter über die Zukunft – und Andi Ruf als Schreibfachmann hat alles zu einem guten Ganzen zusammengefügt.

Vom Cabaret zum Kabarett.

Spannende – oder vielleicht auch weniger spannende – «Nebenerscheinungen» hat die ursprüngliche Benennung mit sich gebracht. Nachdem auch die Homepage unter dem Namen www.kabarett.ch eingetragen worden ist, hat der Wechsel vom C und t zum K und tt noch mehr Sinn gemacht. Noch immer gibt es aber Zeugen dieser «frivolen» Schreibweise.

Natürlich kommt im Artikel auch die Geschichte des Vereins und des Festivals nicht zu kurz: von der Entstehung der Idee als kleines, überschaubares Kabarett-Festival über die jedes Jahr sich weiterentwickelnde Veranstaltung bis zum heute wichtigsten Satire-Festival in der Schweiz mit Ausstrahlung in die ganze deutschsprachige Kabarett-Szene. Im Artikel sind die wichtigsten Stationen auf diesem Weg beschrieben. Das Bild zeigt das erste Plakat des Festivals von 1986, natürlich noch mit C und einem t geschrieben.

Ein paar Zahlen zur Entwicklung: Gestartet 1986 mit 12 Veranstaltungen an 3 Spielorten an 5 Tagen, dauert das Festival heute 11 Tage, bespielt 8 bis 10 Spielorte und umfasst 30 bis 35 Veranstaltungen. Auch die Mitgliederzahl ist von ein paar wenigen auf über 1500 gestiegen. Das sind Zahlen, auf die wir stolz sind.

Stolz sind wir auch auf zwei prägende «Elemente», die die Oltner Kabarett-Tage nach aussen wunderbar repräsentieren. Dazu gehört die Preisskulptur «Cornisch», die wir seit dem 25. Festival den Gewinnerinnen und Gewinnern des Schweizer Kabarett-Preises Cornichon übergeben. Und dazu gehört auch der «Walk of Fame» der Cornichon-Preisträger, der Quai Cornichon, den wir zum 30-Jahre-Jubiläum eingeweiht haben. Dieser Quai steht zwischen der Bahnhofbrücke (Tourist Info) und der Altstadt entlang der Klostermauer. Über all das berichten die Neujahrsblätter natürlich noch viel ausführlicher als dieser Artikel hier.

 

 

Zum Schluss wollen wir auf eine ganz besonders erfreuliche Neuerung bei den Oltner Neujahrsblättern hinweisen. Zum 75-Jahre-Jubiläum hat die Herausgeberin der Neujahrsblätter, die Vortragsgesellschaft AKADEMIA, dafür gesorgt, dass sämtliche Ausgaben bei der ETH Zürich digitalisiert werden. Sie können also 75 Jahre Oltner Geschichte bequem nachlesen. 

Über diesen Link kommen Sie auf diese tolle Seite.

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Das Leitungsteam ist komplett

Autor : Claude Schoch – Sa, 20.01.2018

Am 13. Januar haben wir über die neue Zusammensetzung einen Beitrag geschrieben. Damals sind noch nicht alle Funktionen besetzt gewesen. Das hat sich nun geändert. Das neue Kernleitungsteam ist komplett.

Das Team setzt sich wie folgt zusammen:
oben v.l. Kurt Stebler (Leitung Finanzen), Martin Planzer (Leitung Kommunikation), Rolf Wirz (Co-Leitung Casting), Rainer von Arx (künstlerische Leitung), Peter Brunner (Leitung Mitgliederorganisation)
unten v.l. Hansruedi Kaeser (Leitung Infrastruktur), Alex Summermatter (Gesamtleitung), Cornelia Kaeser (Leitung Geschäftsstelle), Heinz Degen (Co-Leitung Casting)

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Kreative Mitbringsel

Autor : Claude Schoch – Di, 16.01.2018

Es ist weniger eine Frage der Finanzen, warum auch die Oltner Kabarett-Tage immer wieder neue Ideen suchen, kleine Mitbringsel zu gestalten. Im Gegenteil, das Merchandising ist ein Nullsummen-Spiel. Aber es ist wichtig und dankbar, wenn Besucherinnen und Besucher unseres Festivals ein besonderes Andenken mit nach Hause nehmen können. Seit einiger Zeit studieren wir darüber nach, wie wir unsere «Werbebanner» sinnvoll wiederverwenden können.

Jedes Jahr erstellen die Oltner Kabarett-Tage für verschiedene Spielorte und Stellen Blachen und Werbebanner. Darauf sind neben den Sponsoren vor allem auch alle Künstler vermerkt. Auf allen diesen Blachen sind natürlich noch zusätzlich unser Logo und die Festivaltermine gedruckt.

Bis vor einigen Jahren haben wir alle diese Blachen nach dem Festival entsorgen müssen. Das soll sich nun ändern.

Zusammen mit der Schule für Mode und Gestaltung hat Cornelia Kaeser von der Geschäftsstelle erste Ideen entwickelt für neue spannende Produkte.

Aus den Skizzen sind erste Prototypen und Muster entstanden. Diese werden nun geprüft und getestet. Dabei geht es nicht nur um die Funktionalität und Fertigungsqualität, sondern auch um die Akzeptanz beim Publikum. Dankbare Testpersonen sind unter anderem alle Besucherinnen und Besucher der Geschäftsstelle.

Wenn alles klappt, dann wird es schon bald neue Artikel im «Merchandising-Shop» der Oltner Kabarett-Tage geben. Und natürlich bleiben auch bisherige bewährte Produkte im Angebot. Sobald das Neue endgültig definiert ist und die «strenge Kontrolle» von Cornelia Kaeser erfolgreich überstanden hat, wird das Angebot 2018 fixiert. Und darüber werden wir in einem späteren Newsbeitrag berichten.

 

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Der Satire-Start ins 2018: Bundesordner

Autor : Claude Schoch – Mo, 08.01.2018

Dienstag, Mittwoch 30. und 31. Januar 2018 starten die Oltner Kabarett-Tage ihre Satire-Saison wie immer in den letzten Jahren mit dem «Bundesordner». Die Produktion des Casinotheaters Winterthur macht auch dieses Jahr an zwei Abenden in Olten in der Schützi Halt. Der Vorverkauf zeigt, der Anlass ist in Olten sehr gefragt.

Aus dem offiziellen Ankündigungstext:
Verkehrte Welt: Donald Trump kann sich einen Ausrutscher nach dem andern leisten, Ueli Steck nur einen. Die «Bundesordner»-Crew lässt sich davon nicht beirren und heftet die überraschendsten Thesen zum vergangenen Jahr ab, 500 Jahre nach Martin Luther. Satirische Reformation garantiert. Denn, in Polos Worten: «Hopp Schwiiz! Vilech geits ja nümm lang so.»

Von und mit schön&gut, Kathrin Bosshard, Anet Corti, Jess Jochimsen, Laurin Buser, Les trois Suisses, 9 Volt Nelly.
Regie: Fabienne Hadorn.
Der Ticketvorverkauf läuft schon seit einiger Zeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass beide Vorstellungen schon ausgebucht sind. Es gibt für beide Abende eine (noch überschaubare) Warteliste. Auf dem Bild sehen Sie Cornelia Kaeser von der Geschäftsstelle beim Bearbeiten der Ticketplattform. Genaue Beobachter erkennen, dass bei allen Plätzen schon ein «x» steht – alles besetzt.

Auch die technischen Vorbereitungen sind im Gange. Die Produktion ist ziemlich aufwendig. Es sind viele Künstler auf der Bühne und die einzelnen Szenen verlangen ganz unterschiedliche Einstellungen. Entsprechend braucht es viel Licht- und Tonmaterial.

Am einfachsten läuft die Vorbereitung immer dann, wenn «man» vor Ort zusammenkommt und das Ganze persönlich bespricht, direkt und unkompliziert. Auf den Bildern unten sieht man zwei Beteiligte, die das wunderbar vorleben: Cornelia Kaeser und Oli Krieg.

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Kabarett in Olten beginnt neu schon beim Bahnhof

Autor : Claude Schoch – Fr, 29.12.2017

Seit Mai 2017 ist der Quai Cornichon fertig und eingeweiht. Mit Portraitplatten erinnert die Gesellschaft Oltner Kabarett-Tage an alle Gewinnerinnen und Gewinner des Schweizer Kabarett-Preises Cornichon. Dank der Einbindung in den Schweizer Schriftstellerweg ermöglicht Olten Tourismus den Besuchern einen zusätzlichen satirischen Hörgenuss. Neu erfahren Bahnreisende schon beim Bahnhof von dieser Attraktion.

Bei der Ankunft im Bahnhof Olten finden Interessierte den Hinweis auf den Quai Cornichon. Einerseits beim Aufgang in die Martin Disteli-Strasse (siehe Titelbild) und natürlich auch beim Weg auf die linke Aareseite in die Altstadt. Dort findet sich der Hinweis gleich bei der Bahnhofterasse … 

… und wenn Sie sich umdrehen, ist der Quai auf der anderen Seite der Aare bei der Klostermauer gut erkennbar – zumindest im Winter, wenn die Bäume kein Laub haben.

Der Hinweis auf den Stelen ist im Moment noch ohne Ton. Das wird noch folgen.

Der Weg zum Quai ist nur wenige Meter. Und schon sind Sie bei der Info-Platte mit allen Erklärungen, bei den Portrait-Platten aller Cornichon-Preisträger und beim QR-Code, mit dem Sie die Satire-Müsterchen geniessen können.

 

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Das neue Leitungsteam ist auf Kurs

Autor : Kabarett-Tage – Fr, 15.12.2017

Seit den Sommerferien haben die Oltner Kabarett-Tage ein neues Leitungsteam. Die beiden wichtigsten Rollen sind neu besetzt: die Gesamtleitung und die künstlerische Leitung. Mit Alex Summermatter und Rainer von Arx haben zum Glück zwei Personen diese beiden Funktionen übernommen, die schon längere Zeit in anderer Funktion im Leitungsteam mitgewirkt haben. Und entsprechend sind neue Kollegen nachgerückt. Wir haben die neue Truppe an einer Sitzung besucht. Unsere Beobachtungen stimmen uns zuversichtlich. Die nächsten Kabarett-Tage kommen bestimmt und werden wie bisher ein tolles Festival - wie immer mit Bewährtem und Neuem.

Das neue Team ist fast komplett, v.l. stehend:
Rainer von Arx, künstlerische Leitung (neu, bisher Casting)
Hansruedi Kaeser, Infrastruktur
Cornelia Kaeser, Geschäftsstelle
Alex Summermatter, Gesamtleitung (neu, bisher Kommunikation)
Martin Planzer, Kommunikation (neu)
v.l. sitzend: Peter Brunner, Vereinsorganisation
Kurt Stebler, Finanzen
Es fehlt auf dem Bild noch der neue Leiter Casting.

Alex Summermatter, der neue Gesamtleiter und bisherige Leiter Kommunikation, und Martin Planzer, sein Nachfolger im Ressort Kommunikation tauschen wahrscheinlich Erfahrungen zur Ressortarbeit aus. Programmheft, Werbemedien, Auftritt, PR etc. sind aktuelle Herausforderungen, die anstehen.
Die zwei wunderbaren Hexen im Hintergrund schauen dabei zu. Das sind unsere lebensgrossen Cornichon-Preisträger zum 30-Jahre-Jubiläum, hier Nicole Knuth und Olga Tucek.

Die Stimmung ist locker und gelöst. Das erkennen wir bei Hansruedi Kaeser und Kurt Stebler. Infrastruktur und Finanzen kommen offensichtlich klar miteinander.
Auch bei Cornelia Kaeser, Rainer von Arx und Peter Brunner (verdeckt) ist Aufbruchstimmung.


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Was macht die Elbphilharmonie auf dieser Seite?

Autor : Oltner Kabarett-Tage – Mo, 27.11.2017

Alle zwei Jahre organisieren die Oltner Kabarett-Tage eine einwöchige Mitgliederreise in eine spannende Gegend. Dabei geht es einerseits darum, eine schöne Stadt zu erleben, und andererseits - logisch -, jeden Abend eine Kabarett-Vorstellung zu geniessen. Nach Leipzig, Berlin, München, Wien und dem Ruhrgebiet hat die diesjährige Mitgliederreise nach Hamburg geführt.

Peter Niklaus (rechts) hat sich nach seinem Rückzug als Leiter der Kabarett-Tage nicht einfach auf die faule Haut gelegt. Im Gegenteil, als Reiseleiter hat die bisherigen sechs Reisen perfekt organisiert. Die schöne Tradition der Mitglieder-Reise geht mit seinem Nachfolger weiter. Kurt Stebler (links), Leiter Finanzen bei den Oltner Kabarett-Tagen, wird diese Aufgabe übernehmen. Er hat Peter Niklaus bei der Organisation der Hamburg-Reise als "Lehrling" über die Schultern geschaut. Und er hat auch schon spannende Ideen für die Reise im Oktober 2019.    

Seit der letzten Reise ins Ruhrgebiet ist die Nachfrage so gross geworden, dass die diesjährige doppelt durchgeführt worden ist. Es sind also zwei Gruppen mit je über 40 Personen nach Hamburg gereist und haben die typischen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt besucht: Elbphilharmonie, Hafen, Speicherstadt, Alster, Airbuswerke etc. Und abends waren vielfältige Kabarett-Vorstellungen auf dem Programm. Eine Auswahl der Namen: Timo Wopp, Michael Krebs, Alma-Hoppe-Ensemble, Nagelritz u.v.m.

   

Und weil Bilder mehr sagen als 1000 Worte, hier der Link zur Galerie.

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Was macht eigentlich… ?

Autor : Edy Müller – Mo, 16.10.2017

Diese Frage ist in einigen Zeitschriften eine Rubrik, in der ehemals (mehr oder weniger) Prominente für ein paar Zeilen aus der Versenkung geholt werden. Hier möchte ich jedoch in loser Folge über Projekte von ehemaligen Teilnehmern des Oltner Kabarett-Castings berichten. Dabei sollen nicht nur die bisherigen Sieger Erwähnung finden. Auch viele der Newcomer, die den Förderpreis nicht gewinnen konnten, haben gezeigt, dass sie Potenzial haben. Und viele haben das genutzt und auf eigene Faust ein Programm realisiert.

Aus aktuellem Anlass starte ich trotzdem mit einem Sieger: Christoph Simon, der Sieger des 3. Kabarett-Castings 2014, erhält 2018 den «Salzburger Stier». Aktuell ist er mit seinem Programm «Zweite Chance» unterwegs. Im März 2018 wird er mit seinem neuen Programm «Der Richtige für fast alles» Premiere feiern. Parallel dazu ist er mit anderen Casting-Siegern mit dem Stück «Die Sieger» zu sehen. Unter anderem am 1. Dezember in Olten im Schwager Theater, da wo die Casting-Sieger gekürt wurden.


Mike Baader, Finalist 2017, hat sein Programm «Vollzyt-Chaot» ausgebaut. Der Berner Radiomoderator und Nachwuchskabarettist feiert am 21. Oktober die Premiere seines ersten Programmes im Schwager Theater. Am 29. Oktober ist er dann im Berner La Cappella zu sehen.

Ágota Dimén war beim 5. Casting dabei und hat inzwischen ihr erstes Comedy-Programm geschrieben: «Sensation! Korn findet Huhn» (28.10.2017 im Theater Winkelwiese, Zürich). Die meisten kennen Sie wohl aus dem Fernsehen. Seit Anfang 2017 ist sie als transilvanischer Sidekick Teil der Sendung «Deville Late Night». Bei «Deville» führt Patrick Karpiczenko Regie und fungiert als Headwriter. Auch er ist für regelmässige Besucher des Castings kein Unbekannter: im 4. Casting-Jahr war er als Newcomer auf der Bühne zu sehen.

Das Duo «Bastler & Grautier» war schon zweimal am Casting zu sehen: 2015 und 2016. Beim zweiten Anlauf hat es für einen Finalplatz gereicht. Auch sie haben ein Programm – «chli BREIT» –, mit dem sie unterwegs sind, z.B. am 21.10.2017 in Burgdorf und tags darauf in Zürich.

Es gibt noch diverse weitere Casting-Teilnehmer, die auf Bühnen zu sehen sind.
Daher gilt für diesen Beitrag: Fortsetzung folgt…

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Presseschau – 2. Woche

Autor : Oltner Kabarett-Tage – Mo, 22.05.2017

Auch in der zweiten Woche des Festivals wurde in divesen Medien über die 30. Oltner Kabarett-Tage berichtet.
Besten Dank an all die Medienschaffende!

SFR

• Glanz & Gloria: Quai Cornichon

• 10vor10: Ohne Rolf

• Regionaljournal AG/SO: Sogar die schlechteste Veranstaltung war ein Erfolg

 

Radio 32

Diverse Beiträge

 

AZ Nordwestschweiz

Vor der Casting-Jury wirkte die «Gewaltandrohung»

Ehrencornichon-Preisträger «Ohne Rolf» waren auf der Suche nach Umblätterer im Nebenamt

Primarschüler tanzen und singen mit Linard Bardill ins Glück


Weitere Berichte finden Sie im ersten Teil der Presseschau.

 

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Die Laudatio von Alfred Dorfer

Autor : Oltner Kabarett-Tage – Sa, 20.05.2017

Auf Facebook schrieb der diesjährige Gewinner Christoph Sieber:

In der vergangenen Woche durfte ich den Schweizer Kabarettpreis CORNICHON 2017 entgegennehmen. Ich bin sehr dankbar über den Preis und die Laudatio vom großartigen Alfred Dorfer, die ich hier in voller Länge anfüge.
Danke, lieber Alfred, für diese Worte. So was wäre im Leben nicht über mich eingefallen….

Christoph Sieber ist Deutscher, der Preis ist schweizerisch, der Laudator ist aus Österreich. Das klingt ziemlich international. Man könnte auch sagen, das ist typisch, der Deutsche spricht, der Österreicher buckelt und die Schweiz zahlt. Doch so einfach ist es nicht. Gute Satire beginnt zwar oft mit Klischees, endet aber nicht damit. Und der diesjährige Preisträger ist ein hervorragendes Beispiel dafür. «Als Kabarettist bin ich ein Beschreiber der Zeit, jemand, der aufzeigt, was passiert und warum es passiert.» Manche würden das aufklärerisch nennen, im besten Sinnen natürlich. Für mich ist das die Essenz unseres Berufs verknüpft mit der kindlichen Hoffnung, Dinge im Kleinen in Bewegung zu setzen.

Eine andere große Qualität seiner Arbeit ist auch, sich selbst nicht heraus zu stellen aus den Missständen. Kein Besser-Seier zu sein und uns nicht zu langweilen mit moralischen Stehsätzen oder ideologischen Attitüden. «Ich finde es auch ermüdend, immer wieder über Fremdenhass zu reden.» hat er einmal gesagt. Christoph beweist, dass Haltung nicht notwendigerweise verkrampft und ohne Selbstdistanz sein muss. «...aber wir müssen im Umgang mit solchen Themen eine gewisse Gelassenheit rein bekommen.» Das ist der richtige Begriff, eben diese Gelassenheit, die das Ganze fürs Publikum so leicht aussehen lässt. Es muss fast der Eindruck in der Zuhörerschaft entstehen: «Das könnte ich auch!» Was natürlich ein fataler Irrtum ist. Aber das ist die spezifische Qualität dieser Kunstform.

Christophs Stil ist solitär. Er ist brillant, immer famos wechselnd zwischen reiner Satire, Poesie und Sequenzen, die das Lachen verunmöglichen. Außer es ist ein Lachen der Scham. Man könnte auch sagen, er kennt die Gegner von innen sozusagen, denn er ist der Sohn eines Bürgermeisters. Doch er hat natürlich längst begriffen, dass die Zeichen der Zeit längst nicht mehr bedeuten, politische Proponenten zum Hauptobjekt der Satire zu machen. Sein Kabarett ist modern, aktuell im besten Sinne.

Was mir auch besonders gefällt an ihm ist, dass er den Begriff «Bühne» verstanden hat und lebt. Das heißt, er weiß, dass er sich hier in einem Raum bewegt mit besonderen Gesetzen. Seine Performance ist theatralisch im besten Sinne.

Das unterscheidet ihn wohltuend von vielen Kollegen, die im Schweiße unseres Angesichts auf den Brettern stehen und dort sichtbar nicht zu Hause sind. Das aber nicht wissen. Christoph hat eine Pantomimeausbildung, er ist also nicht, wie die meisten Autodidakt. Er kann mit einer kleinen Geste mit einem Blick ganze Welten erschaffen und das halte ich für wirklich große Klasse.

Und schließlich muss auch gesagt werden, was für Sie als Publikum vermutlich nicht so relevant ist, für mich schon: Christoph Sieber ist ein sympathischer, sehr humorvoller Mensch. Und auch das ist in dieser Branche nicht selbstverständlich. Denn sie würden nicht annehmen, wie viele humorlose Satiriker es gibt, die im Privaten langweiliger sind als jene, die sie kritisieren.

Schließlich muss eines klar sein. Man kann ihm in wenigen Minuten natürlich nicht gerecht werden. Ich freue mich aufrichtig, dass er diesen Preis erhält, er ist mehr als würdig. Ich freue mich auch, dass ich das alles, was ich jetzt gesagt habe, ehrlich meine. Und ich nicht über Gebühr höflich sein muss.

Der Cornichon 2017 geht an einen wirklich großen Kollegen, Christoph Sieber.

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Der Sieger des 6. Castings steht fest

Autor : Edy Müller – Mi, 17.05.2017

Gestern fand das Finale des 6. Oltner Kabarett-Castings statt. Nachdem im letzten Jahr mit 9 Volt Nelly ein Damen-Duo den Förderpreis gewann, konnte diesmal ein Mann Publikum und Fachjury am besten von seinem Potenzial überzeugen.

Es war gestern keine klare Sache. Alle drei Finalisten zeigten, dass sie etwas können. Da sie völlig unterschiedliche Stile des Kabaretts zeigten, war es nicht leicht, sich für einen Act zu entscheiden.

Den Abend eröffnete nach einer Einführung der Moderatoren Phibi Reichling und Richi Küttel der Berner Mike Baader mit seinem Programm «Vollzyt-Chaot». Er kämpfte am Telefon mit den Tücken einer Mietwagenreservation und berichtete von einem Arztbesuch. Dem Arzt macht nur eines Sorge: Mikes ganzer Körper…

Mike Baader Paula Zinner


Als einzige Frau unter den Finalisten ging Paula Zinner als Zweite an den Start. Wie bereits in der Vorrunde zeigte sie ihre Figur, die auf der Suche nach einem neuen Job ist. Diese Figur, welche sich «in Casablanca, dieser grauen und tristen Stadt, sehr gut ins Stadtbild einfügen kann».

Der Dritte im Bunde war Jakob Heymann, welcher der Technik trotzte und das Mikrofon mit Hang zum Wackelkontakt sehr vorsichtig bewegte. Der Mann mit der Mütze bot oft musikalische Darbietungen über Gott und die Welt und überhaupt.

Jakob Heymann Kurz vor der Bekanntgabe des Gewinners.


Er war es auch, welcher in der Gunst der Jury und dem Publikum schlussendlich die Nase vorne hatte. Als Gewinner des Castings erhält er nun einen Förderpreis über 10'000 Franken, ein Jahr lang Unterstützung durch einen Coach und einen Auftritt an der «Sprungfeder» an den Kabarett-Tagen 2018. Und ausserdem durfte er das «Maskottchen» des Castings mit nach Hause nehmen: einen pinken Regiestuhl.

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.
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Im nächsten Jahr findet bereits das 7. Oltner Kabarett-Casting statt.
Newcomer können sich bereits jetzt bewerben: zum Anmeldeformular.


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Fotos: Dieter Graf

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Das Kabarett ist in der Stadt

Autor : Edy Müller – Di, 16.05.2017

In der ganzen Stadt sind bisherige Cornichon-Preisträger anzutreffen. Nicht unbedingt die Originale, aber zumindest die (fast) lebensgrossen Kopien.

 

Und im Bahnhof – der zur Feier unseres Jubiläums abends grün statt rot erleuchtet wird – kann man sie auch hören. In einer CWA-Gondel kann man Programm-Ausschnitte von bisherigen Gewinnern sehen und hören. Die Gondel steht zwischen Gleis 4 und 7.