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Der Start des Vorverkaufs – eine Medaille mit zwei Seiten

Autor : Claude Schoch - Fr, 04.05.2018

Der Vorverkauf hat einen auf die Minute genau fixierten Starttermin. In der Regel ist das ca. 2 Monate vor dem Festival, Beginn morgens um 8.00 Uhr. Aber schon etliche Tage vorher beginnt in der Geschäftsstelle die Vorbereitung auf diesen Moment. Und jedes Jahr gibt es bei Cornelia Kaeser und Heidi Walser zwei völlig unterschiedliche Gefühle im Vorfeld: Freude und Skepsis. Davon soll in diesem Beitrag die Rede sein.

Sobald an der Mitgliederversammlung das Programm öffentlich wird, beginnt der Run auf die Tickets. Auch wenn das noch lange vor dem offiziellen Termin ist. Die Leute bestellen telefonisch, schriftlich oder mit Mail. Meist sind das Personen, die am eigentlichen Vorverkaufstermin keine Gelegenheit haben, im Internet Tickets zu bestellen oder die lieber diese Form der Bestellung möchten. Allerdings bleiben auch diese Bestellungen bis zum Beginn des Vorverkaufs liegen, d. h., erst um 8.00 Uhr beginnen Cornelia und Heidi mit dem «Eintöggelen» dieser Bestellungen. Das ist viel fairer, wenn alle den gleichen Bestellungstermin haben, aber …

… es macht den Vorverkaufsstart auch gleich viel hektischer. Denn selbstverständlich läutet das Telefon an diesem Vormittag Sturm und auch auf dem Ticketsystem im Internet ist der Teufel los.

Dieser grosse Arbeitsanfall wäre noch einigermassen gut zu verdauen. Das echte Problem sind aber die sehr rasch ausverkauften Vorstellungen. Dieses Jahr waren nach 12 Minuten bereits zwei Vorstellungen ausverkauft – und das am grössten Spielort Stadttheater und trotz Beschränkung auf 2 Tickets pro Mitglied.

Und hier kommen nun die beiden im Eingangstext erwähnten Gefühle zum Tragen. Einerseits freuen wir uns, wenn unsere Vorstellungen gut beim Publikum ankommen. Andererseits finden wir es schade, wenn es nicht genug Tickets für alle Interessierten hat. Die Regel ist an sich einfach: Je bekannter ein Kabarettist, eine Kabarettistin ist, desto rascher ist diese Vorstellung ausverkauft. Und desto rascher gehen Mitglieder bei der Ticketbestellung leer aus.

Schliesslich gibt es an diesem Vormittag allerdings eine Dimension, die weniger schön ist. Es kommt zu einigen sehr unschönen Kontakten von Mitgliedern mit den beiden Damen in der Geschäftsstelle. Den Ärger über die sehr rasch ausgebuchten Vorstellungen bekommen Cornelia Kaeser und Heidi Walser zum Teil ungefiltert mit – wie wenn die beiden etwas zu dieser Tatsache beigetragen hätten oder etwas an der Situation ändern könnten. Natürlich überwiegt am Schluss die Freude über die grosse Nachfrage. Aber ob der Weg «durch das Tal der Tränen» wirklich nötig ist, wagen wir zu beweifeln.

 

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Kommentare

Kommentare (1)

Uschi Schuler - 06.05.2018 10:06

Ihr macht einen tollen Job. Danke vielmal